Erdwärmekollektoren
Ein
Kollektor besteht aus mehreren Kreisen, deren Länge je nach Hersteller
zwischen 70 und 100 m beträgt. Sie werden etwa 20 - 30 cm unterhalb der
Frostgrenze im Erdreich, in der Regel 100 - 120 cm tief verlegt und in
einem Sammelschacht gebündelt. Vom Schacht gehen 2 Kupferrohre zur
Wärmepumpe. Befindet sich die Wärmepumpe selbst außerhalb des Hauses,
z.B. im Sammelschacht, wird meist das Heizungswasser nach draußen
geführt.
Die Form und Anordnung der Kreise ist beliebig, es können auch Gräben
verwendet werden. Der Kollektor muss nicht eben liegen, sondern kann
auch bei Hanglagen verwendet werden. Durch richtige Auslegung der
Strömungsgeschwindigkeit ist die Ölrückführung gewährleistet, so dass es
zu keinem Verdichterschaden kommt.
Zur vollständigen Regeneration des Kollektors und um das
Pflanzenwachstum nicht zu beeinträchtigen, beträgt die minimale Fläche
etwa 25 qm pro kW Heizleistung, Angaben wie 1:1 zur Fläche des Hauses
leiten in die Irre. Eine großzügigere Auslegung ist unbedingt zu empfehlen
und bringt auch eine höhere Effizienz.
Ein
Kollektor bezieht seine Energie zu 98% von oben, hauptsächlich aus dem
Regenwasser, dass für den Wärmeübergang sorgt. Er darf deshalb nicht
überbaut oder versiegelt werden. Wenn der Boden komplett
wasserundurchlässig ist, sollte er ersetzt werden. Sand und Kies eignen
sich hervorragend, durch die Kondensation von Feuchte an den im Betrieb
kalten Kollektorrohren wird der geringere Wärmeentzug dieser Böden
kompensiert. Bei steinigen Untergründen ist der Kollektor einzusanden.
Die
Kollektorrohre aus Kupfer in Kältequalität sind nahtlos gezogen und
werden durch einen dünnen PVC-Mantel gegen Korrosion geschützt, die
Lebensdauer gilt als nahezu unbegrenzt. Eine Undichtigkeit kann nur über
eine mechanische Beschädigung
erfolgen, eine Reparatur wäre problemlos.
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